Der neue Rundbrief 266 ist da!

„Willst du dich beklagen, dass ich so gütig bin?“
(Matthäus 20,15)

Ich strenge mich an – und das muss sich auszahlen! Leistung lohnt sich, so haben wir es gelernt. In dem Gleichnis von Jesus wird das Reich Gottes mit einem Hausherrn verglichen, der am Morgen Arbeiter einstellt, damit sie in seinem Weinberg arbeiten. Er vereinbart mit ihnen den damals üblichen Tageslohn. Der Weinbergbesitzer geht dann jeweils alle drei Stunden wieder auf den Marktplatz und stellt weitere Arbeiter ein. Am Ende des Tages kommt der Verwalter, um den Lohn auszuzahlen. Die zuletzt Eingestellten, die nur eine Stunde gearbeitet haben, werden zuerst bezahlt und erhalten den vollen Tageslohn. Auch alle anderen erhalten diesen Lohn. Daraufhin beschweren sich die Arbeiter, die den ganzen Tag gearbeitet haben beim Weinbergbesitzer. Sie wollen mehr Lohn, weil sie mehr gearbeitet haben. Er aber weist die Kritik zurück und erinnert die verärgerten Arbeitskräfte daran, dass er sie vertragsgemäß bezahlt hat und fordert sie auf, damit zufrieden zu sein.

Der Weinbergbesitzer steht symbolisch für Gott. ER kann seine Güte zeigen, wie und wem er will. Gottes Gnade und Güte kennen keine Grenzen und ER handelt nicht ungerecht! Meine menschlichen Er- wartungen von Verdienst und Belohnung sind nebensächlich, denn den Himmel kann ich mir nicht verdienen. Egal, ob ich Gott drei oder 70 Jahre dienen darf, ich will es treu tun und dankbar für das sein, was er mir anvertraut. Christen sind unverdient reich beschenkt, denn durch Jesus haben sie Erlösung, Vergebung, Frieden, Sinn und das ewige Leben. Wir haben keinen Grund uns bei Gott zu beschweren und neidisch auf andere zu sein – denn alles in dieser Welt ist relativ,
die Frage ist nur, wo ich hinschaue.

Mit dankbaren Grüßen
Hartmut Krause