Der neue Rundbrief 262 ist da!

„Passt auf, wenn ihr behauptet: „Heute oder morgen werden wir in eine bestimmte Stadt gehen und ein Jahr dort bleiben. Wir werden dort Geschäfte machen und Gewinne erzielen“. Woher wollt ihr wissen, was morgen sein wird? Euer Leben gleicht doch dem Nebel am Morgen – schon nach kurzer Zeit ist er wieder verschwunden. Stattdessen solltet ihr sagen: »Wenn der Herr es will, werden wir leben und dieses oder jenes tun.« (Jakobus 4,13-15)

Liebe Freunde des Missionswerks, Der Herbst ist da und mit ihm jede Menge Blätter auf dem Boden. Im großen MFB-Garten müssen säckeweise Blätter zusammengerecht und entsorgt werden. Unsere Partner in Ostafrika kennen keine vier Jahreszeiten, sondern nur den Wechsel von Trockenzeit und Regenzeit. Was uns allerdings verbindet ist die Tatsache, dass unser aller Leben unvorhersehbar verläuft. Unsere Zeit liegt in Gottes Händen (Psalm 31,16).

Gott allein weiß, wie lange wir den Wechsel der Jahreszeiten noch erleben werden. Ich denke an das bekannte Gedicht von Rainer Maria Rilke wo es heißt: „Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh dir andre an: es ist in allen. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.“ Beim Nachdenken über diese Zeilen kommt mir auch ein Liedvers von Manfred Siebald in den Sinn: „Was wir so fest in Händen halten, das ist uns alles nur von Gott geliehn. Wir dürfen es verwalten; wir dürfen es gestalten und geben es zurück an IHN.“ Was mir aus den Händen fällt, fängt Gottes Hand auf. Wo ich den Boden verliere, gibt ER meinem Fuß neuen Halt und sicheren Tritt. Wenn ich mein Leben verliere, gewinne ich bei Gott die Ewigkeit. Meine Welt vergeht, blüht aber in seinem Reich zu neuer Schönheit auf. Bis dahin lebe und genieße ich dieses Leben in aller Vorläufigkeit und großer Dankbarkeit, beschenkt und geborgen in und bei Gott. Und ich setze meine Zeit dafür ein, dass auch andere Menschen das Leben genießen können und Gottes Liebe entdecken.

Mit herzlichen Grüßen
Hartmut Krause