Der neue Rundbrief 260 ist da!

“Suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit.“ (Prediger 3,6)

Liebe Leser, Nicht nur König Salomo machte diese Erfahrung. Auch Jesus sprach in einigen seiner Gleichnisse darüber und wir alle kennen das sicherlich: Wir haben etwas verloren und – nach intensiver Suche oder eher zufällig – finden wir das Verlorene auch wieder und sind erleichtert oder es bleibt für immer verschwunden. Aber wie ist es mit dem zweiten Gedankengang von Salomo: Die Kunst des Sammelns und Wegwerfens. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und schmeißen tagtäglich viele Dinge weg – hoffentlich in den entsprechenden Mülleimer und nicht irgendwo in die Landschaft.

Der Apostel Petrus hat einen tollen Satz geschrieben: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petr. 5,7). Beim Wegwerfen geht es also um viel mehr als den Pappbecher! Gleichzeitig sind wir auch sehr gute Sammler. Der Durchschnittsdeutsche besitzt heute 10.000 Gegenstände. Sie geben uns Sicherheit, stiften schöne Erinnerungen, aber können auch zu einer Belastung werden. Dabei könnten wir unseren Alltag vereinfachen, wenn wir uns schneller von Dingen trennen würden. Das merken wir spätestens beim nächsten Umzug. Übrigens: Auch darüber sprach Jesus mit seinen Jüngern: „Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo Diebe nicht einbrechen und stehlen.“ (Matth. 6,20)

Mit herzlichen Grüßen
Hartmut Krause