Vom 17.- 30.September 2014 war Frau Sylvia Nakimuli, zu Besuch in Deutschland. Sie ist Sozialarbeiterin und verantwortliche Leiterin der Kinderpatenschaften unserer Partnerorganisation Mission for All (MIFA) in Uganda. Sylvia war bereits schon einmal in 2006 zu Besuch in Deutschland – dennoch war sie wieder fasziniert vom gut organisierten Straßenverkehr und der stabilen Sicherheitslage hier bei uns.

Zunächst erzählte Sylvia auf dem Afrika-Freundestag des MFB am 21.9. in Großalmerode von sich, ihrer Kultur und der Patenschaftsarbeit. Da die ugandische Tracht – das Gomezi – sehr schön aber auch kompliziert zu tragen ist, zeigte uns Sylvia, auf welche Weise und zu welchem Anlass das Kleid getragen wird. Auch einen neuen Film über MIFA und das Straßenkinderprojekt Ebenezer hatte sie dabei. Sie traf auch etliche Paten wieder, die sie bereits auf einer unserer Patenreisen in Uganda kennengelernt hatte. Eine Patin begleitete uns sogar auf der Reise nach Ostwestfalen und Hannover. Zuerst ging es zum Afrika-Abend in die Gemeinde Hille. Hier freute sich Sylvia besonders auf die Besichtigung des Bauernhofs von Helmut Sudmeier, unserem 1.Vorsitzenden des MFB e.V. Er hat uns eingeladen und in seinem Haus wohnten wir auch. Danach ging es weiter nach Pattensen, südlich von Hannover gelegen. Das kleine Publikum hier wurde durch das große Interesse wettgemacht.

Wir fuhren auch in den Süden, nach Gündelbach bei Stuttgart, wo viele Besucher – darunter viele Paten – zum Afrika-Abend kamen. Auch hier gab es viele Fragen und gute Gespräche während und nach der Veranstaltung. Am nächsten Morgen lernte Sylvia Weinstöcke, Trauben und die Weinlese kennen. Auch im Gottesdienst der Kirchengemeinde in Niederkaufungen (bei Kassel) war Sylvia zu Gast und sprach dort über die Straßenkinderarbeit, die von dieser Gemeinde besonders gefördert wird.

Neben allen „offiziellen“ Terminen kam auch die deutsche Kultur und Natur nicht zu kurz: Kassel mit der Insel Siebenbergen, dem Bergpark mit seinen Wasserspielen, das Schloß Berlepsch und die Tierwelt im Wildpark Germerode am Hohen Meißner. Es blieb auch noch Zeit zum Einkaufen – meist Kleidung für sich und ihre Familie. Was das deutsche Essen betraf, so fand Sylvia meine Kartoffelpuffer so lecker, das sie am Abreisetag noch eine Kartoffelreibe kaufte und es Kartoffelpuffer nun auch in Sylvias Haushalt geben wird! Viel zu schnell verging die Zeit – wobei Sylvia sich auch wieder sehr auf zu Hause freute, denn dort warteten ihr Mann Raymond und der kleine Liam am Flughafen in Entebbe auf sie.

(von Sylke Goebel)