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Eine anhaltende Dürre hält Kenia fest im Griff. Vor allem der Norden und der Südosten des Landes sind betroffen. Seit der letzten Trockenzeit 2006 sind zwei Regenzeiten komplett ausgefallen und wegen der politischen Unruhen vom letzten Jahr haben viele Menschen ihre Dörfer verlassen und ihre Felder nicht bestellt. Die kenianische Regierung hat bereits den nationalen Notstand ausgerufen. Unsere neue Mitarbeiterin Evelyne Nakola schreibt von Massai, die tagelang ohne Nahrung sind und sich nur noch durch das Essen wilder Früchte (Kakteen, siehe Bild) und Wurzeln am Leben erhalten. „Jetzt ist nicht nur die richtige Zeit, um für die Menschen in Kenia zu beten, sondern auch die Zeit zum beherzten Handeln, denn viele Menschen finden kein „tägliches Brot“ mehr. Es ist mein Gebet, dass es bald wieder ausgiebig regnet in Kenia und dass es unserer kleinen Organisation Osotua – zusammen mit anderen Hilfsorganisationen und Regierungsbehörden – gelingt, einen bleibenden Beitrag zur Linderung der Nöte zu leisten.
Evelyne hat aus diesem Grund die Region Olasiti besucht, um das von dem Massai Solomon Ole Muntet initiierte und vom MFB unterstützte Wassertankprojekt vorzubereiten. Im Laufe des Monats April wurden die ersten 50 Wassertanks an Ort und Stelle gebracht. Die Liste der bedürftigsten Massai besteht aus 75 Familien, unsere Spenden für das Projekt (4.905 €) reichen aber bisher nur für 50 Wassertanks. Viele der Familien haben bisher keinerlei Zugang zu sauberem Wasser und haben deshalb bereits in freudiger Erwartung des Wassertanks ein Fundament an ihrem Haus vorbereitet, Regenrinnen an ihren Dächern angebracht und 2000 Kenia-Schilling (ca. 20 Euro) als eigenen Beitrag für das Projekt zusammengespart. Natürlich wäre es wirklich toll, wenn alle 75 Familien einen Wassertank bekommen könnten, aber dafür bräuchten wir mehr Spenden für diesen guten Zweck.
Ohne einen solchen Tank müssten die Frauen und Kinder weiterhin jeden Tag weite Strecken zu Fuß zurück legen, um ihre Wasserkanister an der Quelle oder in einem dreckigen Wasserloch aufzufüllen und nach Hause zu tragen. Ein Wassertank kann jedoch die Trinkwasserversorgung der Massai-Familien sichern. Das Regenwasser, das auf ihr Hausdach fällt, wird über Dachrinnen direkt in den 1500 Liter fassenden Tank geleitet. Außerhalb der Regenzeit werden die Tanks durch Tankwagen befüllt.
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